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Jobmotor Umwelt und Energie

Mi, 02.09.2009 — 12:44

Eine empirische Untersuchung der Universität Linz zeigt:

Seit 2003 ist die Zahl der Öko-Jobs um 15.000 - 20.000 Arbeitsplätze gestiegen


Wirtschaftsfaktor Umwelttechnik
15.000 - 20.000 neue Öko-Jobs wurden nach einer neuen Studie der Universität Linz in Oberösterreich seit 2003 geschaffen. Stärkster Jobmotor ist dabei die Energiewende. Etliche Betriebe haben ihre Umsätze 2008 verdoppelt oder gar verdreifacht. Und etliche Firmen haben in dieser
Legislaturperiode ihre MitarbeiterInnenzahl verdoppelt, verdreifacht oder sogar verfünffacht. Erfreulich, dass nun auch etliche etablierte Firmen in die Green Jobs einsteigen. Umwelt- und Energie LR Rudi Anschober: "Wir haben die Weichen erfolgreich gestellt. Heute ist Oberösterreich weltweit Vorreiter einer neuen Energiepolitik. Die hat bereits Tausende Öko-Jobs geschaffen.
Wenn wir diesen Kurs konsequent fortsetzten, dann haben wir enorme Chancen für den oberösterreichischen Arbeitsmarkt. Das ist mein Ziel: "Mit der Energiewende und Investitionen in die Lebensqualität in den nächsten Jahren zehntausende weitere Green Jobs zu schaffen".


Einige Beispiele für die sensationelle Entwicklung der Ökoenergiefirmen:

  • Xolar: Umsatzverdopplung von 2007 auf 2008, Verfünffachung der Mitarbeiter seit 2003
  • Ökofen: Umsatzverdreifachung von 2007 auf 2008, Verdreifachung der Mitarbeiter seit 2003
  • Haargassner: Umsatzverdoppelung von 2007 auf 2008, Verdoppelung
    der Mitarbeiter seit 2003
  • ETA: Umsatzverdreifachung von 2007 auf 2008, Verfünffachung der Mitarbeiter seit 2004

Neben den Ökoenergiecluster, den Firmen des Netzwerks Umweltschutz mit mehr als 6000 MitarbeiterInnen und den vielen Zulieferfirmen steigen jetzt auch immer mehr etablierte Unternehmer aus klassischen Sparten in die "Green Jobs" ein. Einige Beispiele:

Ebner Industrieofenbau, Leonding
Ebner beschäftigt sich seit knapp 4 Jahren am Gebiet erneuerbare Energieträger und will dieses Aktivität zu einem Geschäftsfeld ausbauen. Das am weitest gediehenste Betätigungsfeld ist der Bereich Solarsilizium. Sie bieten hier komplette Siliziumaufbereitungsanlagen an mit denen ihre Kunden Silizium für Photovoltaikmodule herstellen können. Praktisch den gesamten großtechnischen Prozess vom Erz bis zur Wäsche.

SKF, Steyr
Energieeffizienz durch Rekonditionierung/Reparatur von Wälzlagern. Bei einer Vielzahl von großtechnischen Anwendungen können beträchtliche Energieeinsparungen durch die Reparatur von großen Wälzlagern jetzt schon realisiert werden. Das Unternehmen SKF hat dies schon vor
einigen Jahren erkannt und betreibt bzw. erweitert laufend ein weltweites Netzwerk von Industrial Service Centern mit dieser Zielsetzung. Natürlich sind dabei auch Kosteneinsparungen gegenüber Neulagern bzw. die schnelle Verfügbarkeit von reparierten Lagern wichtige Argumente für die
Kunden. SKF sieht aber ganz deutlich, dass die Wertigkeit der Energieeinsparung bei vielen Kunden schon sehr groß ist und ist davon überzeugt, dass in wenigen Jahren dies das Hauptargument für
Wiederinstandsetzungen sein wird.
Wie kommt es hier zur Energieeffizienz und der CO2-Einsparung?
Der Zusammenhang zwischen C02-Emission bei der Produktion eines Kilos eines Wälzlagers:. Für die Produktion eines Kilogramm Wälzlager entstehen rund vier Kilo CO2-Emisisonen. Große Wälzlager wiegen aber leicht mehrere Tonnen.. 80% der CO2-Emissionen können durch Reparaturen eingespart werden. Bei der Reparatur eines Wälzlagers mit einem Durchmesser von 1/2 Meter kann man von einer Energieeinsparung von rund 400 kWh sprechen - 470 kWh erfordert die
Herstellung eines neuen Wälzlagers, 90% können durch Reparaturen eingespart werden! Diese 90 % fließen vor allem in die Herstellung des Materials.
Zum Vergleich: 500 kWh Einsparung je Wälzlager von denen es Millionen weltweit gibt - entspricht mehr als dem durchschnittlichen Verbrauch eines österreichischen Haushaltes. Würden alle Großlager in Österreich einmal rekonditioniert/repariert, wäre der monatliche Energiebedarf einer Stadt wie Steyr eingespart. Die spart nicht nur Emissionen und Energie sondern auch bares Geld:
Die Einsparung für den Kunden beträgt 75% im Vergleich zu einem neuen Lager.

Lenzing AG
Auch die Lenzing AG beschäftigt sich mit dem Einstieg in das Geschäftsfeld erneuerbare Energieträger, ist jedoch mit ihren Produkten erst im Entwicklungsstadium.

AMAG

Klassischer Zulieferer für den Sektor erneuerbare Energieträger ist die AMGA welche Treppen für die Türme von Windkraftanlagen liefert. AMAG liefert so genannte Trittbleche mit einer speziellen
rutschhemmenden Oberflächenstruktur (sh. dazu beiliegendes Bild1).

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto AMAG

Diese Bleche werden für Plattformen als auch Aufstiegstreppen im Inneren des Turmes von Windkraftanlagen verwendet (sh. dazu Bild 2). Pro Windkraftanlage kommt etwa eine Tonne Trittblech zum Einsatz. Die Hauptabsatzmärkte befinden sich in Dänemark, Deutschland und Spanien.

 

 

 

 

 

 

Foto AMAG

"Die Ökoenergiebranche ist nicht als isoliertes Feld zu betrachten da zahlreiche heimische Unternehmen von diesem Boom profitieren: von AMAG, SKF, Lenzing, Ebner bis zur voestalpine welche den Stahl für die Biomassekessel heimischer Kesselhersteller liefert - die Ökoenergiebranche entwickelt sich immer stärker zum Wirtschaftsmotor der heimischen Industrie", so Anschober abschließend.

 



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